Pädagogische Konzeption der Grundschulbetreuung

Pädagogische Konzeption Deckblatt

Pädagogische Konzeption der Grundschulbetreuung Konrad-Adenauer-Schule

Pädagogische Konzeption der Schulkindbetreuung Konrad Adenauer Schule

  1. Vorwort

Wir leben in einer Zeit, in der dem Betreuungsangebot „Grundschulbetreuung“ ein besonderer Stellenwert beizumessen ist. Da häufig beide Eltern berufstätig sind, ist es für Kinder am Nachmittag schwieriger, Kontakte zu pflegen. In der Schülerbetreuung haben diese Kinder die Möglichkeit, in der Gruppe Freunde zu finden und den Anschluss an den Schulvormittag in einer anderen Atmosphäre zu erleben. Die Kinder können sich verabreden, Spielpartner auswählen und so in eine gemeinsame Aktion kommen. Dazu bieten sich in der Betreuung viele Möglichkeiten. In der Betreuung der Konrad Adenauer Schule werden schulpflichtige Kinder bis zur 4. Klasse betreut. Die für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten befinden sich im Gebäude der Schu­le und sind direkt mit der Grundschule verbunden. Die Konzeption gibt einen Einblick in das pädagogische Handeln und Denken der Fachkräfte. Sie enthält die wesentlichen Dinge, die Eltern wissen sollten, deren Kinder die Betreuung der Konrad Adenauer Schule besuchen.

2. Entwicklung des Kinder 

„Wir arbeiten miteinander,

wir lernen voneinander,

wir hören aufeinander!“

Jedes Kind ist einzigartig. Es bringt seine Geschichte, Fähigkeiten und Begabungen mit. Kinder sind von Natur aus neugierig und daran interessiert, die Welt und ihre Lebensumgebung zu entdecken, zu erklären und zu verstehen. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Lerntempo. Als soziale Wesen ist es ihnen ein Bedürfnis mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und Wertschätzung zu erfahren, sowohl in der Gruppe mit den Kindern als auch mit dem Betreuungsteam. Mit Eintritt in die Schule hat das Kind einen Reifeprozess hinter sich gebracht, der es befähigen soll, sich den Herausforderungen des neuen Lebensabschnitts zu stellen. Das Erlernen von Lesen und Schreiben, Rechnen und den anderen Fertigkeiten steht jetzt im Vordergrund. Hobbys und persönliche Stärken kristallisieren sich stärker heraus. Die Kinder werden selbstständiger und bevorzugen das Spielen in alters- und interessensgleichen Gruppen (peer-groups). Was Freund oder Freundin sagen, gewinnt zunehmend an Gewicht. Kinder suchen ihren Platz in der Gruppe. Zur Orientierung und Meinungsbildung werden mehr und mehr Stimmen von „außen“ gehört. Dazu zählt das ganze schulische Leben. Sie beginnen eigene Standpunkte zu finden, wobei sie sich mit anderen Kindern und mit Autori­tätspersonen auseinandersetzen müssen. In diesen Situationen lernen sie Konfliktbewältigung.

  1. Leitziele

Die Schulkindbetreuung ist ein Bildungsort, an dem Kinder bewusst in ihrer Entwicklung unterstützt und gefördert werden.

Die Kinder sollen sich in der Einrichtung wohlfühlen und gerne kommen.

Bildung wird als sozialer Prozess verstanden, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen. In der gemeinsamen Interaktion, im sozialen Dialog und im ko-konstruktiven Prozess findet Bil­dung statt. Das pädagogische Personal sieht sich als Begleiter und Unterstützer von Lern­prozessen, die das Kind in vielfältiger Form während der Zeit in der Grundschulbetreuung machen kann. Dabei wird dem Forschen und Entdecken, dem sich Austauschen und Verhandeln größerer Wert beigemessen als dem bloßen Erwerb von Wissen und Fähigkeiten. Lernen passiert hierbei auf vielfältige Weise. Die Kinder sollen sich mit ihren Wünschen und Bedürfnissen angenommen fühlen und lernen dabei gleichzeitig, dass nicht alle Bedürfnisse oder Wünsche erfüllt werden können. Das Betreuungsteam lebt mit den Kindern ein Stück Alltag gemäß dem Leitsatz der Konzeption und nimmt an Freud und Leid der Kinder Anteil. Es ist ihnen im Rahmen der Betreuung ein großes Anliegen, Kinder dabei zu begleiten, sich zu kompetenten, selbstständigen, selbstbewussten und selbstverantwortlichen Menschen zu ent­wickeln, die bereit sind, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Das setzt voraus, dass Kinder in verschiedenen Bereichen Möglichkeiten haben sich zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und in der Reflexion aus diesen Erfahrungen zu lernen.

4. Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit

4.1. Partizipation

Selbstständigkeit,

Selbstverantwortung

Mitverantwortung

Konfliktfähigkeit

Die Kinder sollen sich so kompetent und selbstständig wie möglich in ihrem Alltag bewegen können. Beschriftungen und Bilder helfen, Dinge allein zu finden, aufzuräumen und Abläufe alleine zu bewältigen. Bis der sichere Umgang mit Schrift gelernt ist, stehen das Betreuungsteam und die älteren Kinder hilfreich zur Seite. Dazu gehört, dass Kinder lernen, sich ihre Zeit selbst einzuteilen, pünktlich zum Unterrichtsbeginn in der Schule zu sein, z.B. den Termin für die AG nicht zu vergessen und dergleichen mehr. Im Betreuungsraum gibt es eine Uhr und einen Plan, auf dem alle Termine und wichtigen Zeiten für die Kinder vermerkt sind. Die Kinder werden immer wieder angehalten, diese Orientierungshilfen zu nutzen. Nach Möglichkeit sollen sie in alles, was sie selbst betrifft, mit einbezogen werden wie z.B. Tagesablauf, Auswahl des Mittagessens, Spielangebote, Freizeitangebote, Ferienprogramm, etc. Sie bekommen Gelegenheit sich für ihre Belange einzusetzen, den Betreuungsalltag aktiv mit zu gestalten und Einfluss zu nehmen. Dazu gehört auch, dass man manche Dinge hinnehmen muss, weil die Rahmenbedingungen nicht veränderbar sind oder finanzielle Mittel fehlen. In solchen Fällen müssen Kompromisse gefunden und Lösungen verhandelt werden.

4.2. Sprache

Lesen, Sprechen, Schreiben 

Wir leben in einer hochentwickelten Gesellschaft, die ihren Status der Erfindung der Schrift und der Fähigkeit des Lesens und Schreibens zu verdanken hat. Damit die Kinder ihren Platz in dieser Gesellschaft finden und mithalten können ist es unausweichlich, sie beim Schriftspracherwerb zu unterstützen und sie in der Entwicklung ihrer Sprach- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern. Um mit Schrift künstlerisch tätig zu werden, werden den Kindern verschiedene Materialien zur Schrift­gestaltung angeboten wie z.B. Drucklettern/Stempel, Gel-Stifte, Lineal, besondere Papiere, Aufkleber etc. Das pädagogische Personal unterstützt die Kinder mit vielfältigen Angeboten. Es werden Geschich­ten und Gedichte vorgelesen und es wird gemeinsam gerätselt und gesungen. Bilder und kind­gerechte Tagespressemitteilungen bieten Anlass, sich über verschiedene Themen zu unterhalten und zu diskutieren. Dabei greift das Betreuungsteam auch die Themen der Kinder auf, die sie be­wegen.

4.3. Konfliktfähigkeit 

In der Betreuung sollen sich die Kinder stets wohl fühlen und Wertschätzung nicht nur durch das Betreuungsteam, sondern auch durch die anderen Kinder erfahren. Voraussetzung dafür ist, dass die Würde jedes einzelnen Kindes geachtet wird – jedes Kind darf seine eigene Meinung haben und diese auch äußern. Konflikten und Streitereien gehen wir nicht aus dem Weg, sondern nutzen sie, um an und aus ihnen zu lernen. Kinder erfahren so Möglichkeiten, die eigene Meinung zu vertreten, zu argumentieren, mutig zu sein, Kompromisse zu finden, kooperativ zu sein, Lösungen für Probleme zu finden, eigene Bedürfnisse zurückzustellen, kritikfähig zu sein, Entscheidungen zu treffen und zu verzeihen. Wir versuchen die Konfliktparteien zusammen zu bringen und ihnen beim Regeln ihrer Ange­legen­heiten behilflich zu sein und beizustehen, aber wir nehmen ihnen die Probleme und Schwierig­keiten nicht ab. Dabei lernen die Kinder, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

  1. Möglichkeiten und Angebote

Die Kinder kommen nach Unterrichtsende in einen großen Gruppenraum. Hier können sie sich kreativ beschäftigen, zum Beispiel durch Tischspiele, Basteln, Bauen und Konstruieren. Eine Sofaecke zum Rückzug ergänzt das Angebot. Das Betreuungsteam unterstützt die Kinder in dieser Zeit und fördert sie, das Team nimmt jedes Kind wahr und ist Ansprechpartner. Im Betreuungsraum tragen die Kinder und das Betreuungsteam Hausschuhe, um den gemütlich gestalteten Gruppenraum mit vielen Teppichen nicht zu verschmutzen, denn die Bodenfläche wird zum Bauen und zum Spielen genutzt. Im Garderobenbereich ist für jedes Kind ein Ablagefach mit Namen eingerichtet, für die Jacken sind Haken vorhanden. Die Hausschuhe werden in Schuhre­galen am Eingang des Gruppenraumes deponiert. Im Ruheraum haben die Kinder die Möglichkeit, sich allein oder in einer kleinen Gruppe zu beschäftigen. Sie können sich zurückziehen und in einer ruhigen Atmosphäre lesen, puzzeln, Rollenspiele spielen. Hier können sie auch auf Wunsch eigenständig an  den Wochenhausaufgaben arbeiten. In der Schule bietet sich für uns die Möglichkeit, am Nachmittag Fachsäle zu nutzen. Nach Absprache nutzen wir den Werkraum, die Sporthalle, die Bücherei, den Computerraum und den Musikraum. Auch die Schulküche steht uns zur Verfügung. Hier bietet sich die Möglichkeit, die Kinder in kleinen Gruppen individuellen Interessen nachgehen zu lassen. Zur Erledigung der Hausaufgaben gehen die Kinder in die Klassensäle, die die notwenige Ruhe und Struktur bieten. Hier gibt es Hilfsmaterialien, die bei der Erledigung der Hausaufgaben unter­stützen. Die Konrad Adenauer Schule bietet den Kindern ein großes Freigelände, neben dem Schulhof gibt es eine Wiese mit Bäumen, Hecken und Schulgarten. Auch mehrere Plätze zum Ballspielen, Tischtennisplatten und ein kleiner Sandkasten stehen zur Verfügung. Auf dem Schulhof befindet sich ein Spielcontainer, in dem die  Spielgeräte für den Außenbereich untergebracht sind. Der Schulhof selbst bietet ein Klettergerüst, ein Trampolin und viele Freiflächen.

6. Tagesablauf

Zwischen 7:30 Uhr und 7:55 Uhr kann die Frühbetreuung in Anspruch genommen werden. In dieser Zeit werden die Kinder durch die Schule betreut. Unterrichtsbeginn ist um 8:00. Nach Ende der 4. Schulstunde ab 11:20 Uhr beginnt der reguläre Betreuungsbetrieb. Die Kinder melden sich beim Betreuungsteam an. Jedes Kind besitzt eine Klammer mit Namen. An einer Tafel finden die Kinder Bilder, die den Betreuungsraum, die Wiese oder den Schulhof zeigen. Beim An­kommen nehmen sie ihre Klammer und  bringen sie am Betreuungsraum an. Verlassen sie diesen, nehmen sie die Klammer und bringen sie bei Wiese oder Schulhof an. Somit hat das Betreu­ungsteam den Überblick, wo sich die Kinder gegenwärtig aufhalten. Bis diese Abläufe sich einge­spielt haben, werden die Kinder von den pädagogischen Mitarbeitern daran erinnert und unter­stützt. Ab 11:30 Uhr steht das Mittagessen bereit, das in Gruppen eingenommen wird. Auch in der Mensa wird eine Anwesenheitsliste geführt. Es ist uns wichtig, mit den Kindern beim Essen eine ge­mütliche Atmosphäre zu schaffen und dabei die Tischkultur zu pflegen. Das bedeutet den Umgang mit Messer und Gabel einzuhalten und gemeinsam Tischgespräche zu führen. Dazu gehört auch, den eigenen Teller abzuräumen, den Platz ordentlich zu verlassen und den Tisch abzuwischen. Nach dem Mittagessen erledigen die Kinder montags und dienstags  ab 13 Uhr die Hausaufgaben, die erste und zweite Klasse von 13 Uhr bis 13:45 Uhr, die dritte und vierte Klasse von 13:45 bis 14:45. An den anderen Tagen haben die Kinder im Schulablauf Lernzeiten. Die Hausaufgaben werden in den Klassenräumen erledigt. Lehrer und Be­treuer sorgen für eine ruhige Atmosphäre, damit die Kinder konzentriert arbeiten können. Das Betreuungsteam und die Lehrkräfte unterstützen die Kinder dabei, ihre Aufgaben selbst­ständig zu erledigen und geben nach Bedarf Hilfestellung. Durch die Hilfestellung soll es dem Kind ermöglicht werden, selbstständig mit seiner Arbeit fortzufahren. Die Kontrolle der Aufgaben übernehmen die Eltern. So bleibt die Verantwortung für die Erledigung der Hausaufgaben im Verantwortungsbereich der Kinder und der Eltern. Es besteht keine Garantie auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit der Hauaufgaben. „Fehler machen“ gehört zur normalen Entwicklung von Kindern gemäß dem Leitsatz: „Aus Fehlern lernt man“. Die Fehler werden nur bedingt von den Betreuern verbessert, damit die Kinder, die Lehrer und auch die Eltern, einen realistischen Eindruck vom Kind / sich selbst erhalten. Normalerweise soll die maximale Dauer von 30 / 45 Minuten Hausaufgabenzeit nicht über­schrit­ten werden. Die Eltern werden gebeten, täglich in das Hausaufgabenheft der Kinder zu schauen und gegebe­nen­falls fehlende Hausaufgaben mit dem Kind nachzuarbeiten. Lesen üben, das Lernen für Klassenarbeiten, Nachhilfe und das Erledigen von Strafarbeiten kann in der Hausaufgabenzeit nicht geleistet werden. Wer seine Hausaufgaben erledigt hat, meldet sich in der Gruppe zurück und kann dann im Gruppenraum oder im Außenbereich anderen Beschäftigungen nachgehen. Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit, an verschiedenen AG teilzunehmen, die sowohl vom Betreuungsteam als auch von den Lehrkräften angeboten werden. Es gibt AG, die projekt­bezogen  mehrere Wochen umfassen. Bei anderen AG wählen sich die Kinder für den Nachmittag ein. Im Gegensatz zum Vormittag eröffnen sich den Kindern am Nachmittag verschiedene Möglich­kei­ten, die sie wählen können. Dabei achtet das Betreuungsteam darauf, dass den Bedürfnissen der Kinder Rechnung getragen wird. Zwischen 14:45 und 15:00 Uhr endet das Modul 1. Die Kinder können abgeholt werden bzw. sie werden von uns nach Hause geschickt, soweit ein diesbezügliches Einverständnis vorliegt. Modul 2 endet um 17 Uhr, die Abholzeit ist zwischen 16:30 und 17:00 Uhr. Jede Abweichung von diesem Ablauf (früheres / späteres Gehen, Abholen durch andere, auch bekannte, Personen) muss wenigstens einen Tag vorher schriftlich bekanntgegeben werden. Andern­falls wird dem Wunsch nicht stattgegeben werden. Bei Abholung müssen sich Kinder und Eltern beim Betreuungsteam abmelden, bevor sie die Betreuung verlassen. Die Namensklammer wird dann an die für abgeholte Kinder vorgesehene Stelle versetzt.

  1. Ferienbetreuung

Während der Ferienbetreuung sind die Kinder in der Gestaltung ihres Aufenthaltes in der Betreuung freier als während der Schulzeit. Die Ferienzeit dient als Ausgleich zum durchgeplanten Schulalltag und kann von den Kindern mit gestaltet werden. Hier finden auch Aktivitäten ihren Platz, die aus Zeitgründen während der Schulzeit nicht realisiert werden können, wie z.B. Ausflüge, zusammen kochen und backen, gemeinsam frühstücken. Die Kinder helfen beim Organisieren und Planen der Aktivitäten, um so einen Einblick in Strukturen zu erhalten (z.B. wenn wir mit dem Bus fahren wollen, muss der Fahrplan studiert werden, der Fahrpreis ermittelt werden – evtl. billiger Gruppenfahrpreis…) So bleibt die Ferienzeit zwar eine unterrichtsfreie Zeit, aber die gelernten schulischen Dinge finden jetzt in der Praxis ihre Anwen­dung. Die Ferien stehen unter einem bestimmten Motto. Dafür bereiten wir uns mit Bastelmaterial, Ausflugszielen usw. vor. Die Eltern werden rechtzeitig über das geplante Programm informiert und erhalten ein Info-Blatt, auf dem die Anmeldung für die Ferienbetreuung verbindlich vorgenommen werden muss.

  1. Elternarbeit

Die Betreuung strebt eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern an. Erziehungspartnerschaft bedeutet eine gemeinsame Verantwortung von Eltern und Betreuungsteam zum Wohl der Kinder. Um den Erziehungsprozess positiv zu beeinflussen ist es sinnvoll, dass zwischen Eltern und dem Betreuungsteam eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Atmosphäre besteht. Bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden können Sie sich vertrauensvoll an das Betreuungsteam wenden oder unseren Elternbriefkasten am Eingang der Betreuung nutzen. Von Zeit zu Zeit wird sich das Betreuungsteam mit den Eltern in Erziehungsfragen und über den Entwicklungsstand des Kindes austauschen. Die Ergebnisse sind hilfreich, um das Kind in seiner weiteren Entwicklung zu unterstützen. Dies geschieht sowohl in „Tür- und Angel- Ge­sprächen“ als auch zu vereinbarten Sprechzeiten. In Zusammenarbeit können Entwicklungs­schritte, Lernziele und soziale Kompetenz entwickelt, besprochen und unterstützt werden. Dieser gemeinsame Kontakt ist für jedes Kind wichtig. Es fühlt sich so von allen Seiten wahrgenommen und kann in seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten unterstützt werden. Eltern haben die Möglichkeit mit ihren Talenten und Fähigkeiten das Betreuungsteam bei Angeboten für die Kinder zu bereichern. Wir bieten Elternabende an und informieren über die Arbeit der Betreuung. Hier haben sie die Möglichkeit sich einzubringen und Fragen zu stellen.

8.1. Eingewöhnung

Um den Übergang vom Kindergarten in die Schule und Betreuung transparent und nachvollziehbar zu machen, bieten wir für die Kinder und deren Eltern einen Kennenlerntag in den Räumen der Betreuung an. Wir zeigen die Räumlichkeit und beantworten Fragen. Kinder und Eltern erhalten so einen ersten Eindruck. Im Erstgespräch / Aufnahmegespräch werden die Formalitäten geklärt und vertrauliche Infor­matio­nen, die das Kind betreffen, ausgetauscht (z.B. Vorlieben der Kinder, worauf Rücksicht ge­nommen werden sollte, Eigenheiten der Kinder, gesundheitlicher Status etc.). Es wird über gegenseitige Erwartungen gesprochen, um eine gute Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes zu gewährleisten. In der Eingewöhnungsphase werden die Kinder am Klassenzimmer abgeholt und in die Betreuung gebracht. Wir helfen den Kindern dabei, das ganze Schulgelände zu erforschen und besprechen hierbei wichtige Regeln (zum Beispiel das Schulgelände nicht verlassen, Anmeldesystem beachten, etc.). In den ersten Tagen werden die Kinder in die Mensa begleitet, damit sie mit unserer Hilfe den Ablauf des Mittagessens erlernen können. Zeitnah zum Schuljahresbeginn findet ein Elternabend statt. Es wird über Besonderheiten, Neu­erungen und Veränderungen für das neue „Schulbetreuungsjahr“ informiert. Ideen und Anre­gungen der Eltern können angesprochen werden.

  1. Zusammenarbeit mit der Schule

Um ein ganzheitliches Bild der Entwicklung der Kinder zu erhalten, nutzen wir die Möglichkeit, uns mit den Lehrkräften der Grundschule über relevante Themen zum Erziehungsauftrag auszu­tauschen. Dabei werden die Aspekte des Datenschutzes, der Schweigepflicht und der Vertrau­lichkeit selbstverständlich gewahrt. Die Eltern erteilen dem Betreuungsteam dazu die Erlaubnis mittels einer Einwilligungserklärung (Schweigepflichtentbindung). Wir sind darauf bedacht, die Angebote von Grundschule und Betreuung miteinander zu ver­zahnen. Die Betreuung beteiligt sich an den Festen der Grundschule. An Elternabenden der Be­treu­ung nehmen auch Mitglieder der Schulleitung und des Lehrerkollegiums teil.

Das Betreuungsteam freut sich auf eine von gegenseitigem Respekt geprägte Kooperation mit Eltern und Schule zur bestmöglichen Unterstützung und Förderung der Kinder.