Forscherwerkstatt

Unsere Forscherwerkstatt

Unsere Schule ist eine von 10 assoziierten Schulen des Schulamtbereichs Odenwald/ Bergstraße, die am Projekt

    „Sinus – Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“

im Bereich Naturwissenschaften teilnehmen.

Forscherwerkstatt1Die Arbeit in der Forscherwerkstatt ermöglicht den Erwerb von Wissen über das Wissen. Das Experimentieren befähigt Kinder zum selbstständigen Lernen, indem sie ihre Lernprozesse bewusst (mit-)steuern, sich Ziele setzen, ihr Vorgehen planen, durchführen, reflektieren und Verantwortung übernehmen. Das Experimentieren und die Dokumentation der Versuche machen den Kindern ihr Vorgehen bewusst und es bildet sich ein metakognitives Bewusstsein heran, eine Metaebene der Methoden. Die wissenschaftliche Vorgehensweise ist ein Instrument, Probleme jeglicher Natur anzugehen, besonders die Schlüsselprobleme unserer Zeit.
Die naturwissenschaftliche Bildung in der Grundschule konzentriert sich bislang im Wesentlichen auf Themenfelder der Biologie und der Gesundheitserziehung. Grundschullehrer meiden zum Teil Themen aus der Physik, Chemie und Technik, da sie in ihrer Ausbildung oder Weiterbildung nicht vorkamen. Viel zu kompliziert die Zusammenhänge und Aufbauten in den Naturwissenschaften, behaupten viele Erwachsene.

Dagegen steht:Forscherwerkstatt2
Wieso? Weshalb? Warum? Kinder sind fasziniert von naturwissenschaftlichen Phänomenen. Ihre Neugierde und Wissbegierde ist fast grenzenlos. Ihr „Löcher in den Bauch fragen“ zeigt es uns Erwachsenen deutlich. Sie wollen die Welt, die sie umgibt, begreifen und sich mit ihren Erscheinungen auseinandersetzen.

 

Forscherwerkstatt3Durch Fragen, Forschen, Experimentieren und Entdecken lernen Kinder ihr Handeln in logischer Abfolge auszuführen und auf Details zu achten. Sie erfahren „Wenn-Dann-Beziehungen“, lernen sich im Gespräch und ihren Beschreibungen und Antworten konkret und genau auszudrücken, entwickeln Strategien, wie sie an Probleme herangehen, sich Hilfen holen und zu Lösungen kommen können.

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sogar schon bei Vier- bis Fünfjährigen die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen für einen Zugang zu naturwissenschaftlichen Phänomenen angelegt sind, was daher umso mehr im Grundschulalter vorausgesetzt werden kann.

 

Die Forscherwerkstatt soll von jedem unserer Schüler genutzt werden.

Das heißt im Einzelnen:

  • Forscherwerkstatt6Jeder Schüler kennt die Experimentierregeln und hat die entsprechenden Führerscheine abgelegt
  • Jeder Schüler wird in jedem Schuljahr die Forscherwerkstatt besuchen und entsprechend seiner Fähigkeiten in ihr arbeiten
  • Jeder Schüler hat die grundlegenden Methoden im Bereich des naturwissenschaftlichen, experimentellen Arbeitens kennen gelernt
  • Jeder Schüler ist in der Lage, ein Experiment oder Forschervorhaben nach den vorgeschlagenen Standards vorzustellen und schriftlich zu dokumentieren

HerzstücForscherwerkstatt4k der Forscherwerkstatt sind die Experimentierkisten.

Unsere Forscherwerkstatt bietet mittlerweile 40 Forscherkisten aus den Bereichen Mechanik, Luft, Wasser, Feuer, Strom und Chemie.

Die Kisten haben einen hohen Aufforderungscharakter. Jede Kiste enthält gut von außen sichtbar eine Versuchskarte, die bei der Entscheidung, diese Kiste zu bearbeiten, hilft. Auf dieser Karte ist neben der Forscherfrage der Inhaltsbereich der Kiste , ihr Schwierigkeitsgrad, die Angabe, wie viele Schüler gleichzeitig mit der Kiste arbeiten können und die voraussichtliche Dauer des angeleiteten Experimentes angegeben. Zum Ende der Arbeit mit der Forscherkiste tragen die Schüler auf einer Bewertungsliste ihre Meinung über die Arbeit mit der Forscherkiste ein. Auf Dauer werden nur Kisten mit positiven Bewertungen in der Forscherwerkstatt verbleiben. Jeder Besuch in der Forscherwerkstatt, ob als Klasse oder AG, hat seinen festen Ablauf. In einem empfehlenswerten Zeitrahmen von zwei Unterrichtstunden beginnt der Besuch mit einem Anfangskreis, geht über in die Experimentierzeit, dann in die Vorbereitungszeit des Forscherrates, geht über in den Forscherrat und endet mit dem Aufräumen.

Forscherwerkstatt5Die durchgeführten Experimente werden im Forscherrat, der Runde aller im Raum Experimentierenden, präsentiert. Der Forscherrat verläuft nach festgelegten Regeln. Dabei erhält jede Kleingruppe Zeit, ihren Versuch und ihre Erklärungen zu präsentieren. Gleichzeitig dokumentieren die Schüler deren Versuch in ihrem Forscherheft. Mit den Schülern wird erarbeitet, welche Forscherfragen zur Dokumentation eines Experimentes gehören und beantwortet werden müssen.