Honig direkt aus der Wabe

BienenMit Spannung lauschen Zweitklässler der Konrad-Adenauer-Schule den Erklärungen von Imker Martin Zahn.
Foto: Karl-Heinz Köppner

ADENAUER-SCHULE Zweitklässler zu Gast bei Martin Zahn und seinen „Bruchseebienen“

HEPPENHEIM – (red). Auf diesen Ausflug freuten sich die Schüler der Klasse 2a der Konrad-Adenauer-Grundschule besonders. Voller Neugierde und Begeisterung konnten sie die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen. Sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken, all dies ermöglichte ihnen der Besuch beim Imker Martin Zahn und seinen „Bruchseebienen“.

Zahn ist ein Imker aus Leidenschaft. Seine Bienen leben auf einer Streuobstwiese im Heppenheimer Nahherholungsgebiet Bruchsee.

Dort angekommen fragte der Imker zunächst, was die jungen Besucher denn schon alles über Bienen wissen. Die Schüler waren kaum zu bremsen: „Bienen sammeln Nektar und machen daraus Honig. Die Bienen bestäuben Pflanzen, damit daran viele Früchte wachsen. Es gibt Arbeiterinnen und Drohnen, und natürlich die Königin“, antworteten Emily, Jonas, Collin und viele andere Kinder. Ihre Klassenlehrerin Tina Friedmann war sichtlich stolz über das umfangreiche Wissen ihrer Schülerinnen und Schüler.

Gesehen hatte eine Königin bisher aber noch niemand. Die Neugierde war groß, als Zahn den Bienenschaukasten öffnete, bei dem die Kinder – geschützt durch eine Glasscheibe – ein Bienenvolk genau beobachten konnten. Tina Friedmann entdeckte in dem ganzen Gewusel die Königin als erste und zeigte sie ihren Schülern.

Viele Spaziergänger blicken in den Schaukasten

Den Schaukasten hatte der Imker vor einigen Wochen aufgestellt, damit die vielen interessierten Spaziergänger am Bruchsee auch einmal einen Blick auf ein lebendiges Bienenvolk werfen können. Er freut sich, dass der Bienenstand eine so positive Resonanz erfährt. „Und Mitarbeiter der Stadt haben vor ein paar Tagen sogar den Weg hierher gemäht“, berichtete Zahn erfreut.

Beim Gespräch über Bienen und ihrer Bedeutung für die Natur zeigte sich die Klasse sehr interessiert. Die Kinder waren sehr erstaunt, als sie erfuhren, dass in einem Volk etwa 50 000 Tiere leben.

Begeistert waren sie auch vom Räuchern. Martin Zahn füllte den „Smoker“ mit Holzspänen, zündete ihn an und blies den Rauch in einen Bienenkasten. „Die Bienen glauben dadurch, dass der Wald brennt. Sie saugen sich schnell mit Honig voll und haben deshalb keine Zeit, den Imker zu stechen“, erklärte er den Schülern.

Dann zog er eine Wabe heraus. Die Bienen hatten diese prall mit Honig gefüllt und mit Wachs verschlossen. So konnte zum Abschluss des lehrreichen Ausflugs jetzt endlich ganz frischer Honig direkt aus der Wabe gekostet werden. „Der schmeckt viel besser als zu Hause und er ist auch noch ganz warm“, freuten sich die jungen Besucher.

„Martin Zahn hat viel erklärt und uns viel gezeigt“, äußerte sich Klassenlehrerin Tina Friedmann sehr zufrieden und beendete die Exkursion in die heimische Tierwelt.

Der Imker ist gerne bereit, interessierten Klassen seine Kenntnisse über Bienen näher zu bringen. Näheres erfahren Sie unter http://bruchseebienen.de

Echo-online, 30.06.2016

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