Einschulung

Die HeEinschulung-l4ssische Landesregierung hat sich der Bedeutung der frühen Bildung von Kindern mit ihrer Forderung „Bildung von Anfang an“ im Regierungsprogramm angenommen. Sie hat einen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren erstellt, der seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 durch das Hessische Kultusministerium und das Hessische Sozialministerium implementiert wird.

„Jedes Kind in Hessen soll möglichst früh, möglichst optimal und nachhaltig gefördert werden“, dies ist das erklärte Ziel der Hessischen Landesregierung.
Der Bildungs- und Erziehungsplan nimmt die besonders lernintensive Altersspanne von 0 bis 10 Jahren in den Blick und stellt das Kind in den Mittelpunkt aller Überlegungen und nicht mehr die Institution. Die gemeinsame Erarbeitung und Herausgabe eines Bildungs- und Erziehungsplans durch das Hessische Sozialministerium und das Hessische Kultusministerium unterstreicht den Institutionen übergreifenden Aspekt.  (www.bep.hessen.de)

Im Sinne dieses Bildungs- und Erziehungsplanes kooperieren wir – im sogenannten Tandem –  intensiv mit den Kindertagesstätten unseres Einzugsgebietes. Unser Ziel ist es, Ihrem Kind einen harmonischen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen.

Zum Thema Einschulung haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt:

– Grundschulen haben einen festgelegten Schulbezirk.

– Die Schulanmeldung findet bereits im März/April des Kalenderjahres, welches dem Beginn der Schulpflicht vorausgeht, statt. Grund für diese sehr frühe Anmeldung ist die Erfassung von Kindern, die in der deutschen Sprache noch gefördert werden müssen. Diese Kinder besuchen im Schuljahr vor der Einschulung den Vorlaufkurs in der Schule (Deutsch für den Schulstart).

Das Einschulungsverfahren beinhaltet mehrere Stationen:

1. Im September findet ein Gesamtelternabend in Zusammenarbeit aller Heppenheimer Kitas und Grundschulen statt. Hier werden die Eltern über das Thema „Schulbereitschaft“ informiert. Die Amtsärztin referiert über die Eingangsuntersuchung. Der Termin wird frühzeitig in allen Kitas ausgehängt.

2. Untersuchung des Kindes durch die Amtsärztin: Sie bekommen eine Einladung vom Gesundheitsamt. Dort findet auch die ärztliche Untersuchung statt. Über die Ergebnisse der Untersuchung wird die Schulleitung eingehend informiert.

3. Mitmachtag in der Grundschule: In allen Heppenheimer Grundschulen findet ein Mitmachtag mit gleichem Inhalt und Ablauf statt. Erzieherinnen und Erzieher der Kitas sowie Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen führen mit den Kindern in Kleingruppen „Unterricht“ durch – natürlich so, dass die Kinder an den Inhalten Freude haben. Die Übungen sind abwechslungsreich (Hören, Erzählen, Malen, Zuordnen, Ausschneiden, Grob- und Feinmotorik, Mengenerfassung, usw.). Auch das Verhalten der Kinder in der Kleingruppe und gegenüber den Erwachsenen beobachten wir. Direkt nach dem Mitmachtag sprechen wir intensiv mit den Erziehern und Erzieherinnen über die Kinder.

4. Es finden – wo dies notwendig ist – Gespräche mit den Erzieherinnen der Kindertagesstätten und mit den Eltern statt.

5. Über die Schulfähigkeit entscheidet die Schulleitung unter Berücksichtigung aller Faktoren, wie Sprachstand, Mitmachtag, Elterngespräche, Einschätzungen der Kita, amtsärztliche Untersuchung, eventuell weitere Beratungen oder Gutachten, etc.. Kinder, die noch nicht schulfähig sind, werden für ein Jahr zurückgestellt. Sie haben die Möglichkeit die Vorklasse in unserer Schule zu besuchen, um dort intensiv auf die 1. Klasse vorbereitet zu werden. Wenige Kinder verbleiben auch noch ein Jahr in der Kita.

– Pflichtkinder sind alle Kinder, die bis zum 30. Juni das 6. Lebensjahr vollendet haben.

Antragskinder (früher: Kannkinder) sind alle Kinder, die nach dem 30. Juni noch keine 6 Jahre alt sind.

Über die Schulfähigkeit eines Antragskindes, das zwischen 1. Juli. und 31. Dezember geboren ist, entscheidet die Schulleitung unter besonderer Berücksichtigung des schulärztlichen Gutachtens und evtl. Absprache mit den Erzieherinnen des Kindes.

Über die Schulfähigkeit eines Antragskindes, das zwischen 1. Januar und 30. Juni geboren ist, entscheidet ebenfalls die Schulleitung. Es kann dann ein schulpsychologisches Gutachten angefordert werden.

Für die Anmeldung der Antragskinder müssen Eltern selbstständig aktiv werden. Bitte sprechen Sie vorab mit den Erzieherinnen Ihres Kindes. Deren Einschätzung ist uns für eine Entscheidung sehr wichtig. Danach erst sollten Sie mit der Schule Kontakt aufnehmen.

(Rechtlicher Rahmen: HSchG §58 Abs.1)